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von Rechtsanwalt Christian M. Schulter, Kanzlei Dr. Schulte und Partner
Rechtsanwälte
Blockheizkraftwerke sind nicht erst nach dem Atom-Ausstieg die ökologische
Zukunft der Stromerzeugung. Die Möglichkeit der Förderung erneuerbarer Energien
zusammen mit renditeträchtigen Kapitalanlagen haben viele Anleger zu
Investitionen in sog. „grüne Kapitalanlagen“ bewogen. Es sah alles auch so gut
aus. Ökologie und Ökonomie in einer Kapitalanlage. Doch die Realität sieht oft
anders aus. Leider locken auch „grüne Wiesen“ schwarze Schafe an.
Die RWI - Real Wert Invest
Managementgesellschaft für innovative Investitionen mbH aus Unterhaching bot
potentiellen Anlegern die Möglichkeit, sich mit unterschiedlich hohen
Investitionen an verschiedenen Standorten an Blockheizkraftwerken (BHKW) bzw.
KWK-Anlagen (Kraft-Wärme-Kopplung) zu beteiligen. Abhängig von der Höhe der
Beteiligung, die mit der anteiligen Kilowattleistung korrespondierte, sollten
die Anleger monatliche Zahlungen für die Einspeisung des erzeugten Stroms
erhalten. Es handelte sich dabei um ein ähnliches Konzept, wie bereits zuvor
die GFE - Gesellschaft für erneuerbare Energien mbH angeboten hatte. Deren
Verantwortliche wurden sodann mit großem medialen Aufsehen Ende des Jahres 2010
von der Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft genommen und sämtliche Werte
und Konten der GFE beschlagnahmt worden.
Das Magazin „Der Spiegel“ veröffentlichte hierzu einen ausführlichen
Artikel und interviewte die Kanzlei Dr. Schulte und Partner darin zu diesem
Vorgang. Mehr dazu hier.
Bei der RWI Real Wert Invest sollte jedoch alles anders sein. Trotz der
augenscheinlichen Parallelen im Geschäftsmodell wurde von Seiten des
Unternehmens mehrfach betont, dass es sich um ein lauteres Unternehmen handele.
Alle Vergleiche zu strafrechtlich relevanten Vorgängen wie bei der GFE mbH, der
Erste Mai GmbH usw. wurden stets energisch zurückgewiesen.
Doch die Zweifel und das mulmige Bauchgefühl blieben bei vielen Anlegern
bestehen. Nicht zuletzt, weil diese immer wieder hingehalten wurden. Zusagen
wurden nicht eingehalten, Abrechnungen grundlos ausgesetzt oder verringert. Die
RWI Real Wert Invest GmbH verschwieg den Anlegern die konkreten Anschriften der
Standorte und erstellte Abrechnungen für Blockheizkraftwerke, die nach eigenen
Nachforschungen durch die Anleger seit Monaten nicht in Betrieb waren.
Nun haben sich die Befürchtungen
offenbar bestätigt. Nach bestätigten Angaben der zuständigen Staatsanwaltschaft
wurden die Büroräume der RWI vor wenigen Tagen durchsucht, die Konten der
Gesellschaft eingefroren und die Verantwortlichen, allen voran der
Geschäftsführer der RWI - Real Wert Invest Managementgesellschaft für
innovative Investitionen mbH Herr Matthias Schmidt verhaftet. Dieser, wie auch
einige weitere Personen, sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Offenbar besteht
hier der Verdacht, dass es sich bei dem Geschäftskonzept um ein betrügerisches
Schneeball-System handelt.
Den Geschädigten bzw. bisherigen Anlegern der RWI Real Wert Invest Managementgesellschaft
für innovative Investitionen mbH ist dringend zu raten, sich anwaltlichen Rat
einzuholen, um ihre angelegten Gelder womöglich doch noch zurückzuerhalten.
Die Kanzlei Dr. Schulte und Partner, die bereits mehrere Anleger der RWI anwaltlich
vertritt, beabsichtigt hierzu die Gründung einer Geschädigtengemeinschaft, um
die Interessen der Anleger gebündelt durchsetzen zu können.
Christian M. Schulter
Rechtsanwalt – Associate
Der Verfasser ist für den Inhalt
verantwortlich.
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Der ganze Text auch in polnischer Sprache - übersetzt von Dr. Czupryniak Rechtsanwalt LL.M.
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