Starke Zunahme von Anlegerklagen im letzten Quartal 2004

Aus den aktuellen Pressemitteilungen der verschiedenen Land- und Amtsgerichte lässt sich entnehmen, dass die Zahl der Anlegerschutzprozesse im letzten Quartal 2004 wegen möglicher Verjährungsproblematiken um das Vier- bis Fünffache zugenommen haben. Die Gerichte haben durch Einrichtungen spezieller Kammern oder andere organisatorische Maßnahmen versucht, dem Ansturm Herr zu werden. Es ist bisher umstritten, ob das Datum des 31.12.2004 überhaupt die zugebilligte Relevanz für die Verjährung von Ansprüchen von Anlegern entfaltet. Eine höchstrichterliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs steht noch aus. Es wird allerdings mehr und mehr die Auffassung vertreten, dass die meisten Ansprüche erst zum 02.01.2006 verjähren und dass Anleger mit Ansprüchen aus der Zeit vor dem 01.01.2001 immer noch Zeit haben, ihre Schrottimmobilien, Schrottfonds etc. der Rückabwicklung zuzuführen. Aufgrund der Prozesswelle befürchten viele, dass es zu „Serien-Urteilen“ kommt, die dann mit heisser Nadel gestrickt sein könnten.

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Ein Beitrag aus unserer Reihe "So ist das Recht - rechtswissenschaftliche Publikationen von Dr. Schulte Rechtsanwalt" registriert bei DEUTSCHE NATIONALBIBLIOTHEK: ISSN 2363-6718
17. Jahrgang - Nr. 435 vom 21. März 2005 - Erscheinungsweise: täglich - wöchentlich


Dr. Thomas Schulte

Über den Autor:

Dr. Thomas Schulte ist Rechtsanwalt und Fachautor aus Berlin.

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