ABOWI – Across Borders With Information – Wie, was, wo?

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Flugzeug / Pixabay

“Die Anwälte der Welt” – eine Interviewreihe von Josefine Schulte aus Berlin Deutschland – Was bewegt die Anwälte dieser Erde, Josefine Schulte fragt sich von Aserbaidschan bis Zypern durch.

Das Projekt ABOWI- Across Borders With Information hat das Ziel, Anwälte aus 197 Staaten der Erde zu interviewen. Eine Reise um die Welt, die Unterschiede und Vorurteile aufdeckt.

ABOWI - Josefine Schulte Stud. jur. Berlin
ABOWI – Josefine Schulte Stud. jur. Berlin

Wie sieht der Berufsalltag von Rechtsanwälten weltweit aus? Was bewegt sie? Welchen Herausforderungen stellen sie sich tagtäglich? Ist unsere Welt rechtlich gesehen so globalisiert, wie wir glauben? Andere Länder, andere Sitten, eigene Kulturen, Bräuche und Sprachen, Unterschiede in Traditionen und Verhaltensweisen – was können wir lernen? Recherchen durch Reisen und Leben in unterschiedlichen Kulturen ist für mich der Königsweg, leider zeitlich und finanziell nicht immer möglich – oder aktuell wegen einer Pandemie eingeschränkt. Das Internet ermöglicht die virtuelle Reise in ferne Länder und Kulturen. Wie funktioniert Jura in Indien, Südamerika, Schweden oder der Mongolei? Wie verlaufen die Studiengänge in anderen Ländern? Welche Voraussetzungen benötigen Juristen, um den Anwaltsberuf auszuleben? Viele Fragen, und ich bin neugierig auf die Antworten. In der Vorbereitung geht es erst einmal um die Frage: Wie funktioniert ein erfolgreiches Interview?

Was, wie, wo – Vorbereitung und Gestaltung eines Interviews – Aufbau als Schlüsselfaktor

Fragen, Antworten – fertig ist das Interview? So einfach ist es nicht. Die Vor- und Nachbereitung, das Führen und die Transkription eines Interviews sind das A & O. Egal, ob es im Interview um eine bestimmte Meinung einer Person oder einer Sache geht; die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung sind für den ganzheitlichen Erfolg verantwortlich. Welche Regeln sind beim Interview und der Transkription zu beachten?

  • Welcher Experte garantiert Interviews, die nicht langweilig sind?
  • Welcher Augenzeuge berichtet anschaulich und aufschlussreich über ein Ereignis?
  • Welcher Gesprächspartner bietet mehr als nur hohle Phrasen, wenn es um ein spannendes Thema oder eine viel diskutierte Meinung geht?

Wichtig ist eine klare Zieldefinition für das anstehende Interviewprojekt. Worum geht es? Die Erklärung eines bestimmten Sachverhalts, eine bestimmte Meinung oder inhaltliche Ziele für die vermittelnde Botschaft – unterschiedliche Kriterien als Leitfaden für die Orientierung. Die Auswahl und Formulierung der Fragen als Grundgerüst helfen dem Interviewpartner; durch die Dynamik des Gesprächs ergeben sich spannende weitere Aspekte. Von Vorteil ist, dass die Interviewpartner genügend Hintergrund- und Fachwissen mitbringen sollten. Um sich vor dem Interviewtermin zu vergewissern, ist ein kurzes Telefon-Briefing mit dem Gesprächspartner oder ein Mediabriefing hilfreich, notfalls ist Auffrischen angesagt. Um sich vor dem Interviewtermin der Bereitschaft, der Terminwahrnehmung oder der Teilnahme am Interview zu vergewissern sollte ein stetiger, aber nicht nerviger Kommunikationsaustausch stattfinden. Die Frage nach der Länge des Interviews ist für das Gegenüber oftmals entscheidend, denn das Tagesgeschäft eines Juristen ist wegen der Wahrnehmung von Mandanten- und Gerichtsterminen bekannterweise knapp bemessen.

Wichtig bei weltweiten Interviewpartnern (Sprechern): Verfügen Interviewer und Befragter über eine gemeinsame Kommunikationssprache? Falls das Interview nicht auf Deutsch geführt werden kann: Sind meine Sprachkenntnisse oder die des Befragten für ein komplexeres Interviewgespräch ausreichend oder könnten mangelnde Fremdsprachenkenntnisse zu Missverständnissen, im schlimmsten Fall zu einer Themenverfehlung führen?

Die Durchführung eines Interviews

Welche psychologischen Aspekte sind ausschlaggebend für das Gelingen eines Gesprächs beziehungsweise Interviews? Wie einen Draht zum Gesprächspartner finden? Aufmerksamkeit und Interesse für das Gegenüber, eine angenehme Gesprächsatmosphäre schaffen, Wertschätzung und Verständnis entgegenbringen, zum Beispiel durch Fragen, die vom Gesprächspartner/der Gesprächspartnerin leicht zu beantworten sind. Damit wird ein Gefühl der Sicherheit vermittelt, und nachfolgende Fragen werden sukzessive schwieriger und kritischer. Im Wesentlichen geht es um das Auflockern der Atmosphäre. Die Gesprächspartner hören gut zu, nehmen sich zurück und werden durch interessante Fragen zu qualifizierten Antworten inspiriert.

Die Gestaltung funktioniert wie folgt:

  1. Eine freundliche Begrüßung.
  2. Einzelne Fragestellungen.
  3. Kommentieren der Antwort sollte nicht sein. Der Job des Interviewers ist, Fragen zu stellen. Der Interviewer macht gelegentlich eine kurze Zusammenfassung, um sicherzugehen, das Gesagte (die Antwort) verstanden zu haben. So nach dem Motto: Habe ich es richtig verstanden?
  4. Notizen während des Gesprächs anfertigen – erlaubt ist eine Aufnahme nur mit Genehmigung des Befragten.
  5. Höfliche Verabschiedung.
  6. Nachbereitung des Gesprächs und der Notizen.

Wie mit dem Gesprächspartner in einen Redefluss kommen?

Manchmal sind sich die Gesprächspartner nicht “grün”. Wie gelingt es, ein natürliches Gespräch offen, fachlich und mit wahren Gefühlen zu gestalten?

  • Smalltalk als Auflockerung vor dem Interview.
  • Aufmerksamkeit durch ständigen Augenkontakt, auch per Videokonferenz möglich.
  • Echtes Zuhören öffnet das Gegenüber.
  • Kurze, einfache Fragen erleichtern den Gesprächspartnern*innen die Aufmerksamkeit und bauen Vertrauen auf.

Die offenen W-Fragen („Wer?“, „Wie?“, „Wann?“, „Wo?“, „Warum?“) sind der Schlüssel zur Vertrauensbildung. Zudem ist das Zeitmanagement von bedeutender Rolle. Enge Zeitfenster lösen Stress und damit Unbehagen aus. Ein Gebot der Höflichkeit ist das Ausredenlassen des Gegenübers und, dass der Gesprächspartner deutlich mehr redet als der Fragesteller. Die Kunst der Suggestivfragen sollte erlernt und geübt worden sein, sie sind erlaubt, aber sollten sparsam zum Einsatz kommen.

Wir erhoffen uns durch diese Interviewreihe spannende Einblicke von den Anwälten der Welt. Von den Verrücktheiten und Seltsamkeiten aus dem anwaltlichen Alltag bis hin zu Errungenschaften in den weltweiten Rechtswissenschaften.

„Der Einfachheit halber wird im gesamten Text die männliche Form verwendet; die […] weibliche Form ist selbstverständlich eingeschlossen“.

 

V.i.S.d.P.:

stud. iur. Josefine Antonia Schulte
josefine.schulte@dr-schulte.de
Durchwahl: 030-221922040

Kontakt:

Dr. Schulte Rechtsanwalt
Malteserstrasse 170
12277 Berlin
Tel: +49 30 22 19 220 20
Fax. +49 30 22 19 220 21
Email: dr.schulte@dr-schulte.de
https://www.dr-schulte.de

Über ABOWI:

Across Borders With Information – ABOWI, eine Interviewreihe von Josefine Schulte Jurastudentin aus Berlin in Deutschland. Fragen und Antworten: Eine Reise um die Welt, die Unterschiede und Vorurteile aufdeckt. Was bewegt die Anwälte dieser Erde, Josefine Schulte fragt sich von Aserbaidschan bis Zypern durch. With the interview series, we do not only expect answers about the interesting diversities in the field of law worldwide but at the end of the Interview journey we will come out more educated about law, people and global differences.

Pressekontakt:

Dr. Schulte Rechtsanwalt
Malteserstrasse 170
12277 Berlin
Tel: +49 30 22 19 220 20
Fax. +49 30 22 19 220 21
Email: dr.schulte@dr-schulte.de
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Ein Beitrag aus unserer Reihe "So ist das Recht - rechtswissenschaftliche Publikationen von Dr. Schulte Rechtsanwalt" registriert bei DEUTSCHE NATIONALBIBLIOTHEK: ISSN 2363-6718
19. Jahrgang - Nr. 3844 vom 27. November 2020 - Erscheinungsweise: täglich - wöchentlich

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